Kulturelle Vielfalt als Recht der Minderheit und Bereicherung der Mehrheit

Unsere Minderheitenpolitik 

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) wurde 1948 als Partei der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen in Schleswig-Holstein gegründet. Der SSW ist als Minderheitenpartei fest im Landesteil Schleswig und in den dort beheimateten Minderheiten verankert – den Dänen und Friesen. Die kulturelle Vielfalt ist ein besonderes Pfund, mit dem Schleswig-Holstein wuchern kann. Das Nebeneinander von dänischer, friesischer und deutscher Kultur sowie der Kultur der Sinti und Roma ist ein Reichtum, den es für das ganze Land zu nutzen gilt. Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma leben hier seit Jahrhunderten, sind deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und haben dieselben Pflichten, aber auch Rechte, wie die Mehrheitsbevölkerung. Für uns als Partei der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen hat die Gleichbehandlung der Minderheiten in Schleswig-Holstein einen sehr hohen Stellenwert.


Die Minderheitenpolitik ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal unseres Landes. Nirgendwo anders in Deutschland leben drei anerkannte Minderheiten. An wenigen Stellen in Europa werden vier Sprachen (Deutsch, Dänisch, Friesisch und Romanes) und zwei Regionalsprachen (Niederdeutsch und Sønderjydsk) nebeneinander gesprochen. Der SSW verkörpert dieses Miteinander auf Augenhöhe und die gegenseitige Bereicherung der Kulturen und Sprachen in unserem Land. Diese Vielfalt gibt unserem Land nicht nur eine ganz besondere Lebensqualität, sie ist auch ein Wirtschaftsfaktor, der allen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern zugutekommt.


Es gab aber auch andere Zeiten, in denen das über Jahrzehnte hart erarbeitete gute Zusammenleben durch die Mehrheitsbevölkerung oder ihre Parteien infrage gestellt wurde. In den letzten Jahren haben wir dafür gesorgt, dass das Zusammenleben zwischen Minderheit und Bevölkerungsmehrheit wieder richtig gut ist.Schleswig-Holstein hat wesentliche Fortschritte in der Minderheitenpolitik erreicht – so wurden zum Beispiel die Gleichstellung der Zuschüsse für die Schulen der dänischen Minderheit nicht nur per Gesetz beschlossen, sondern auch in der Landesverfassung festgeschrieben. Dies gilt auch für den Friesisch-Unterricht an öffentlichen Schulen. An diesen Erfolgen wollen wir festhalten und das Miteinander sowie die Pflege unserer Sprachen und Kulturen beständig weiter entwickeln.

 

Das wollen wir bis 2022 erreichen:

Minderheiten- und Regionalsprachen weiter stärken

Unsere Minderheiten unterstützen

SH als Minderheiten-Kompetenzzentrum und europäische Minderheitenpolitik stärken