Harms schließt Koalition mit CDU und FDP aus

Mit der CDU gebe es einfach nicht genügend politische Schnittmengen. "Die CDU steht für die komplette Rolle rückwärts - in der Bildungspolitik, in der Flüchtlingspolitik, in der Sozialpolitik. Deshalb ist die CDU für uns keine Option", so Harms.

Die FDP wiederum habe bis heute nicht begriffen, was gute Minderheitenpolitik ausmacht. Bis vor zwei Jahren habe sie in ihren Haushaltsvorschlägen sogar noch gefordert, die Gleichstellung der dänischen Minderheitenschulen wieder abzuschaffen. Harms: "Damit ist die FDP für uns passé". 

"Die Küstenkoalition hat gut und vertrauensvoll zusammen gearbeitet und viel für die Menschen in Schleswig-Holstein erreicht. Deshalb steht der SSW auch nur für eine Neuauflage von Rot-Grün-Blau zur Verfügung", unterstrich Lars Harms. Darauf könnten sich die Wähler verlassen. 

"Alle anderen Parteien wollen unbedingt an die Macht. Bei uns gibt es klare Kante. Wir sind die einzige Partei, die sich schon vor der Wahl fest legt: Entweder Küstenkoalition oder der SSW geht in die Opposition."

Auch eine Vierer-Koalition mit der Linken schloss der Spitzenkandidat aus: Als "zu unzuverlässig und innerlich zerstritten" habe sich die Linke in der letzten Legislaturperiode präsentiert. Deshalb sei auch mit der Linken "kein Staat mit zu machen". 

SSW-Landesvorsitzender Flemming Meyer sagte ein knappes Wahlergebnis voraus: "Wir werden um jede Stimme kämpfen müssen. Aber das sind wir ja gewohnt".