Ländlicher Raum punktet bei der Integration

Gerade im ländlich geprägten Schleswig-Holstein sei es in den letzten zwei Jahren gut gelungen, die Geflüchteten aufzunehmen und in die Gesellschaft zu integrieren. Dies gelte insbesondere auch für die Dörfer, "wo man sich kennt und traditionell gewohnt ist, sich gegenseitig zu helfen", sagte Meyer.

Anlass der Podiumsdiskussion war neben der bevorstehenden Landtagswahl insbesondere das nunmehr einjährige Jubiläum der vom Land geförderten AWO-Servicestelle für Partizipationsgremien. Ihr Ziel ist es, die Integrations- und Partizipationsgremien für Menschen mit Migrationshintergrund vor Ort zu stärken und zu vernetzen. 

Wem hierzu im politischen Alltag nicht viel mehr einfällt als Abschiebung zu fordern und Schweinefleischdebatten in den Kitas anzuzetteln, der hatte es natürlich ungleich schwerer, seriöse Lösungsvorschläge zu machen. So fand die CDU-Vertreterin Katja Rathje-Hoffmann die von er Küstenkoalition geförderte Verzahnung der Integrationsarbeit zwar irgendwie "richtig". Ob eine CDU-geführte Regierung die Servicestelle AWO aber weiter finanzieren würde, konnte sie aber nicht so richtig sagen: "Ich glaube schon", so die CDU-Abgeordnete. 

Auch die von Piraten-Fraktionschef Patrick Breyer sinngemäß aufgestellte These, gute Integrationspolitik sei ohnehin nur möglich, wenn sie auf Piraten-Anträgen beruhe, litt deutlichen Schiffbruch am Faktencheck. Denn bei genauer Hinsicht entlarvte sich jeder der von Breyer erwähnten Anträge wahlweise als handwerklicher Pfusch, reiner Populismus und/oder als Initiative, die in ähnlicher Form längst realisiert wurde oder schon in Arbeit ist.